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Bremsklötze weg für Biogas / Kollabieren des Biogasmarktes verhindern
Berlin (ots) - Der Biogasrat e.V., die Vereinigung führender
Unternehmen der Biogasbranche, hat nach einem sorgfältigen
Abwägungsprozess ein aktuelles Positionspapier beschlossen. Auf
dieser Grundlage will der Biogasrat e.V. die Biogasbranche
weiterentwickeln und dafür eintreten, dass die politischen
Rahmenbedingungen entsprechend verbessert werden.

Der Biogasrat fordert:

- sehr schnell den Wärmemärkt auch im Wohnungsbestand für Biogas
zu öffnen, indem die Beimischung vom Biomethan zu Erdgas in
einer vorgegebenen Quote als Beitrag zur CO2-Minderung anerkannt
wird. Dabei soll durch geeignete Maßnahmen sichergestellt
werden, dass Kraft-Wärme-Kopplung, da wo sie möglich ist,
Vorrang hat. Darüber hinaus soll der Einsatz von Biogas auch in
größeren KWK-Anlagen attraktiv werden. Um den Wärmemarkt zu
öffnen, ist kurzfristig die Änderung des
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) erforderlich.

Geschieht dies nicht, sind die Ziele von Meseberg hinsichtlich
CO2-Minderung und Aufwuchs der Biomasse als Energieträger
unerreichbar. Das in der Gasnetzzugangsverordnung definierte Ziel,
bis zum Jahr 2020 6 Milliarden m3 Biomethan ins Erdgasnetz
einzuspeisen, wäre nicht annähernd zu realisieren. Zudem würde der
gut gestartete Biogasmarkt kollabieren, Neuinvestitionen würden
zurückgestellt oder unterbleiben, der Zusammenbruch von Unternehmen
wäre wahrscheinlich.

- den Markt für Bioerdgas zu öffnen und sicherzustellen, dass
Einspeiseanlagen schnell an das Erdgasnetz angeschlossen werden.
Der Biogasrat lehnt jedoch ein Biogaseinspeisegesetz ab, das
jenseits des Marktgeschehens,den Erzeugern einen politisch
definierten Preis garantiert, für den dann der Netzbetreiber das
Biogas weiterverkaufen kann. Dies ist mit dem Prinzip des
Unbundlings, also der Trennung von Netzbetrieb und Erzeugung
bzw. Handel mit leitungsgebundenen Energien, unvereinbar. Der
freie Biomethanhandel wäre chancenlos. Der Garantiepreis würde
jede Anstrengung für mehr Effizienz überflüssig machen.

Der Biogasrat e.V. hat sich und die Branche verpflichtet - über
die gesamte Wertschöpfungskette - die Biogaserzeugung pro Hektar bis
zum Jahr 2020 zu verdoppeln (gegenüber dem Jahr 2000 Inkrafttreten
des EEG) oder bei gleichem Produktionsziel die Inanspruchnahme der
Flächen zu halbieren. Dies gelingt durch Zuchterfolge, bessere
Anbaumethoden und bessere Verfahrenstechnik.

Darüber hinaus spricht sich der Biogasrat in seinem
Positionspapier für eine enge Kooperation von Landwirtschaft und
Biogasbranche aus, betont die Vielfalt der Einsatzfelder von Biogas
und fordert nicht zuletzt notwendige Verbesserungen des
Genehmigungsrechts und der Genehmigungspraxis. Das vollständige
Positionspapier ist unter dem nachfolgenden Link abrufbar:
http://www.presseportal.de/go2/Positionspapier

Originaltext: Biogasrat e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/78079
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_78079.rss2

Pressekontakt:
Biogasrat e.V.

Ansprechpartnerin:
Janet Hochi
Tel.: 030 - 20143133
E-Mail: geschaeftsstelle@biogasrat.de



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